„Asexuality just happens“ – The Invisible Orientation von Julie Sondra Decker

In The Invisible Orientation, skizziert Julie Sondra Decker was Asexualität ist, begegnet Missverständnissen, stellt Ressourcen zur Verfügung und stellt die Erfahren asexueller Menschen in Zusammenhang mit ihrem Weg durch eine sexualisierte Welt. Es inhält Informationen für asexuelle Menschen um ihre Orientierung zu verstehen und was diese für ihre Beziehungen bedeutet, so wie Tipps und Fakten für die, die ihre asexuelle Freunde und Geliebten verstehen wollen.

The Invisible Orientation ist mein erstes Buch zum Thema Asexualität und ich kann es wärmstens empfehlen. Das Buch von Julie Sondra Decker, selber asexuell und aromantisch, „hat das Potential einen positiven Unterschied für das Leben vieler Menschen zu machen“ (1). Der Aufbau des Buches versucht eine umfassende Behandlung des Themas „Asexualität“ von den Basics bis zu Randthemen. Das ist Julie Decker auf ganzem Wege gelungen.

Besonders hat mir gefallen, dass Julie Sondra Decker von Beginn an deutlich macht, dass sie nicht „für die Asexuality-Community spricht“, sondern, dass sie von ihrem Standpunkt aus schreibt, dabei aber möglichst viele andere Stimmen zu Wort kommen lassen möchte. So hat sie durchweg im ganzen Buch Zitate in grauen Boxen angegeben, jeweils passend zum behandelten Thema.

Sehr differenziert behandelt Decker auch das sensible Thema, ob Asexualität „queer“ ist. Dabei versucht sie beide Seiten der Diskussion ausführlich zu beleuchten und erklärt, warum beide Meinungen nicht einfach als falsch abgestempelt werden können, sondern ihre Berechtigungen haben. Sie betont, dass es immer auf die Situation vor Ort ankommt, auf die Menschen, die miteinander diskutieren und dass diese eine Lösung finden müssen.

Ein weiteres Problem ist die mediale Darstellung der asexuellen Community. Es gibt kaum POC, kaum Neuroatypicals, kaum Behinderte, die öffentlich als Asexuelle auftreten. [Um einen ersten Schritt zur Veränderung zu tun, hier der Hinweis auf den englischsprachigen Youtubekanal von Vesper (biromantisch/panromantisch, non-binary, asexuell)]

Empfehlenswert für Freunde, Familie, Bekannte von Asexuellen ist das Buch auch, da es ausführlich allerlei „Mythen über Asexualität“ bespricht und auch ein extra Kapitel für Nicht-Asexuelle hat.

Rundherum kann ich das Buch nur empfehlen. Wer sich online schon mit Asexualität befasst hat, wird zwar viel bekanntes lesen, jedoch ist besonders die Positivität von Julie Sondra Decker ein wunderbares Element dieser Einführung.

(1) Mark Carrigan, Department of Sociology, University of Warwick über The Invisible Orientation

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