Ace Book Club: Lunaside

Ante Scriptum: Es gibt einen neuen Blog: SICHTBXR, auf dem Francesca über Asexualität schreibt.


Eigentlich habe ich noch einen anderen Text, den ich schon längst veröffentlich haben wollte über den Vorschlag eines neuen Gesetz zur Sexual- und Familienerziehung in Bayern, aber an dem Tag, an dem ich ihn begonnen hatte, hat eine problematische Woche angefangen und ich komm erst jetzt dazu wieder zu schreiben. Und da ich gerade das Buch Lunaside von J. L. Douglas fertig gelesen hatte, welches das derzeitige Buch des Ace Book Club ist, dachte ich mir, dass ich zuerst eine Rezension veröffentliche. Diesen Monat möchte ich auch noch ein neues Kapitel schreiben.


LunasideZuerst einmal grob zum Inhalt:

Das englisch-sprachige Buch spielt vor allem in einem Sommerlager auf einer Insel, es gibt einen Kunst-, einen Film, einen Theaterbereich usw. Die lesbische Hauptperson Moira und ihre Freundin Andrea sind beide Betreuerin in dem Ferienlager und ihre Beziehung hat einige Hürden, die sich nur noch vergrößern, als auch Millie im Lager anfängt zu arbeiten. Das bestimmende Thema ist also, wie schüchterne Moira mit ihren Beziehungen und Gefühlen umgeht und gleichzeitig auch noch ihre Gruppe von Kindern im Lager betreut.

Aromantisch und asexuell, wäre ich wahrscheinlich nicht von alleine darauf gekommen das Buch zu lesen, doch es wurde im Ace Book Club ausgewählt, da auch eine asexuelle Person vorkommt. Nun ja, ich habe also nicht die enge Verbindung zu den Gefühlen von Moira gehabt, wie andere, die das Buch gelesen haben. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen und es fast in einem Zug durchgelesen, denn es bietet verschiedene Punkte, von dem eins eine emotionale Verbindung mit den verschiedenen Personen herstellen kann. Douglas schaffte es mich in die kleine Welt von Moira mit hinein zu nehmen und ich wollte unbedingt die Lösung des Beziehungskonflikts wissen. Zudem fand ich den Schreibstil erfrischend und gut lesbar.

Jedoch habe ich auch einen kleinen und einen etwas größeren Kritkpunkt. Erst der kleinere: Zwar gab es vorher die Warnung, dass Moiras Mutter anfangs ein wenig feindlich eingestellt ist bezüglich der lesbischen Beziehung von Moira und Andrea, jedoch wurden auch polyamoröse Beziehungen angesprochen. Zwar wurden diese als absolut valide Art der Beziehungsgestaltung eingeführt, aber Moiras Bruder Kommentare zu dieser Möglichkeit der Lösung des Konflikts waren etwas abwertend, was mich etwas aus der Bahn geworfen hat beim Lesen des Buches. Der größere Kritikpunkt ist aber der, dass das Ende des Buches vorhersehbar war. Das ist etwas was ich nicht so gerne sehe und es wurde nur ein wenig entschuldigt dadurch, dass das Ende sich schön geschrieben entfaltet hat – aber auf einer vorhersehbare Weise.

Wer also ein netten Roman lesen möchte mit nicht-heteronormativen Beziehungen und kein allzu großes Kunststück erwartet, denen kann ich das Buch empfehlen.

Prizm Books: Lunaside (E-Book)

Goodreads: Lunaside

 

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