Kritik an ‚Beissreflexe‘ (Teil 4)

Hier geht es zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Das Problem einer Kritik an ‚Beissreflexe‘ besteht aus mindestens zwei Dingen. Zum einen ist das Buch so angelegt, dass jede Kritik von queerfeministischen Gruppen oder von Menschen, die sich als queerfeminisitisch verstehen, sofort als ‚Beissreflex‘ abgetan werden kann. Zum anderen wird in diesem Buch jedes Konzept, jede Theorie, die queerfeministischen Gruppen zugeordnet wird, so verdreht und verfälscht, dass in einer Kritik erstmal jedes Konzept wieder richtig- und dessen Geschichte dargestellt werden müssen um dann die falschen Schlussfolgerungen von den Autor*innen von ‚Beissreflexe‘ kritisieren zu können.
Deshalb werde ich auch zwei Texte, aus einem Kapitel, dass heute dran ist, nicht oder nur kaum besprechen. In beiden Texten geht es um Cultural Appropriation und Critical Whiteness. Ich werde mich nicht auf die Diffamierungen und Falschdarstellungen der beiden Texte einlassen, sondern jedem Mitlesenden sei ans Herz gelegt sich anderswo zu informieren um ein differenzierteres Bild zu bekommen, welches nicht von purer Ablehnung geprägt ist. Zum Beispiel ist dieser taz-Artikel zu empfehlen: Dreiste Umkehrung.

Aber nun zum ersten Kapitel. Es heißt ‚Schmutzräume und Trigger‘. Ich möchte (erstmal kommentarlos) die Einleitung zu dem Kapitel zitieren, die sich im Vorwort befindet:

Im zweiten Bereich Schmutzräume und Trigger übt Doloris Pralina Orgasma eine unsolidarische Kritik an den lustfeindlichen Awareness-patrouillen in sogenannten Schutzräumen, die in den Augen der Polit-Tunte endlich Schmutzräume werden sollte. Till Randolf Amelung ruft dazu auf, sexuelle Gewalt nicht durch ein zum Aktionismus verkürztes Verständnis von Trigger zu relativieren, nur um damit inquisitorische Verfolgungen von der Gewalt bezichtigten Personen rechtfertigen zu können.

Die Arroganz der Autorin findet sich schon ganz am Anfang des Textes. Ganz plump wird gefordert, dass Safespaces ein Ort, gekennzeichnet durch die „tatsächliche Awesenheit flirtender Homosexuelle[r], durchgeknallten Tunten, geilem Sex“(Seite 84) sein sollen. Anstatt also zu versuchen einen Ort zu schaffen, der für möglichst viele Menschen ein sicherer Ort sein kann, vor der ständigen Begegnung mit Diskriminierung, wird hier ein exklusiver Raum gefordert, der viele andere Menschen ausschließen würde. [Ganz bewusst möchte ich aber betonen, dass aber natürlich auch gerne Raum geschaffen werden sollte, damit es Orte gibt, wie die Autorin sie sich wünscht. Es ist nur kein allgemeiner Schutzraum]
Aber das eigentliche Anliegen des Textes scheint auch vielmehr eine Abschaffung von Schutzräumen zu sein, als ihre Verbesserung. Die Grundaussage scheint dabei zu sein, je mehr Sex desto besser. Dabei scheint jegliches Verständnis von Sex als Konsenshandlung zu fehlenn, denn in Schutzräumen, wo jede*r Mensch auch vor sexuellen Übergriffen geschützt sein soll geht nach Meinung der Autorin „die Kraft, die dem Sexuellen ganz grundlegend zu eigen ist: das Streben nach dem sexuellen Glück, die sexuelle Neugierde, das Triumphale und Hingebende, der Reiz am Unkalkulieraren und am Risiko sowie die lustvolle Bejahung sexueller Geilheit“ (Seite 87) verloren. Yes means Yes wird im Text zu „sexualfeindlichen Tendenzen“ (Seite 88), „feindseligen und misstrauischen Sicherheitskonzepten“ (Seite 88) und fehlender Sensiblität in zwischenmenschlichen Beziehungen (vgl. Seite 87) verdreht.

Der zweite Text des Artikels ist von Till Randolf Amelung.
Kurz zusammengefasst: Entschuldigung von Transfeindlichkeit, male entitlement, male entitlement, male entitlement.
Ja, ich weiß, dass ich mich gerade wiederholt habe, aber der ganze Text ist so arrogant. In einem durch splaint der Autor Betroffenen die Welt, wie und wann sie Therapie zu haben machen, inwieweit sie sich in diesem Kontext politisch zu äußern haben, dass keiner seine Texte ignorieren darf,…
Auf seine Forderung, zu einer unpolitischen Gesellschaftswissenschaft zurückzukehren, möchte ich nicht eingehen. Denn dies würde heißen zu einer rassistischen, transfeindlichen, ableistischen, etc Gesellschaftswissenschaft zurückzukehren und ich bin froh, dass es wenigstens die kleinen Momente gibt, in denen diese Herrschaftsverhältnisse innerhalb der Gesellschaftwissenschaften angegriffen werden.
Alles in allem rate ich jedem Menschen, sich diesen oder einen (mehr ist wirklich unnötig) ähnlichen Text von Amelung durchzulesen, damit alle um die oben kritisierten Dinge Bescheid wissen und ihn und seine Vorträge u.a. zur Abschaffung des Konzeptes der Definitionsmacht und zur Rückkehr zu der Bevormundung von Betroffenen meiden können, wenn sie wollen. Sehr froh bin ich darüber, dass in Marburg anscheinend die Entscheidung getroffen wurde Amelung wieder auszuladen. Dies macht es mit Sicherheit zu einem sichereren Ort für queere Personen.

Das dritte Kapitel heißt Privilegiencheck. Hier befinden sich die beiden Texte, die ich wie oben angesprochen ausklammern werde. Auf diese Ebene der Diffamierungen und Verharmlosung durch Gleichsetzung mit Ethnopluralismus werde ich mich nicht einlassen.
Der erste Text ist von Leo Fischer. Normalerweise ist mir meine Zeit zu schade um mir irgendwelche Texte über die Ablehnung des Privilegienkonzepts von mehrfach privilegierten Menschen durchzulesen, aber hier mache ich eine Ausnahme.
Leo Fischer scheint am Anfang argumentieren zu wollen,dass nach der Abschaffung von Rassismus und Sexismus immer noch Kapitalimus existieren würde (vgl S. 106). Auf diese Weise drängt sich eine Lesart auf, dass es nur den Kapitalismus als Hauptwiderspruch oder viel mehr als vor allem zu bekämfende Unterdrückung und Ausbeutung zu sehen gilt.
Aber ich möchte noch andere Dinge kritisieren.
Leo Fischer sieht als das eigentliche Problem die Macht an sich (S. 106). Ich dachte zwar eigentlich, dass nach Foucault klar sei, dass Macht nicht etwas an sich negatives ist, sondern die ungleiche Verteilung, beispielsweise die Unterdrückung, die sich auf bestimmten Machtverhältnissen gründen.
Weiter gelesen dreht es ich aber noch viel mehr um das Verständnis von Privilegien, als um den Machtbegriff. Fischer kritisiert, dass der gesellschaftliche Fortschritt bedroht wäre, wenn die Prviliegien der unterdrückenden Gruppen abgeschafft werden würden (vgl. S. 107). Dabei ginoriert er vollkommen, dass die Privilegen entstanden sind aus der Unterdrückung, die auf Basis nicht bekämpfter ungleicher Machtverteilung entstanden sind. Die Privlegien brauchen also Gruppen, die sich unterrücken lassen. Die Forderung nach Privilegien für alle verschwindet als einfach, denn das schöne Leben für alle kann nur stattfinden, wenn die Unterdrückung und dadurch entstandenenen Privlegien abgeschafft sind. Es geht nicht um schuldig sein, sondern es geht darum verantwortungsbewusst zu sein.
Infolge seines verkürzten Priviliegienverständnis findet sich auch eine Kritik am Begriff ‚Homonormativität‘ und der Kritik der Schwulenbewegung (gemeint ist die cis-weiße Schwulenbewegung). Fischer verteidigt, deren Erfolgen und beschwert sich, dass sich diese entschuldigen müssten (vgl S. 108). Das basiert auf dem verdrehten Konzept von Privilegien und Intersetkionlität, das sich im ganzen Buch findet. Dabei geht es vielmehr darum, dass sich bestimmte Gruppen eine bessere gesellschaftliche Stellung dadurch erkauft haben, dass andere weiter maginalisiert und diskriminiert bleiben. Es geht darum, dass bestimmte Gruppen innerhalb von Emanzpitantionskämpfen immer im Mittelpunkt stehen und dort auch nicht andere gleichberechtigt neben sich haben wollen. Es geht darum, dass der Spruch ‚Wir sind erst wirklich frei, wenn alle frei sind‘ nur für manche Gruppen nur solange galt, wie sie selber einen großen Teil gesellschaftlicher Macht erkämpft hatten. Homonormativität funktioniert im Kontext hetero – homo, aber umso mehr im queeren Kontext.
Ganz am Ende wird dann natürlich nochmal Adorno zititert, dann kommt der Text noch einmal viel besser in der eigenen Bubble an. Und würde Leo Fischer seine Maßstäbe mal an andere Gruppen anlegen, was die Kritik am Antisemitismus angeht, dann müsste er auch die gesammte Linke pauschal ablehnen. Denn wir finden überall Antisemitismus, diesen gilt es zu kritisieren und zu bekämfen. Aber nur weil einige Linke antisemitisch sind, ist nicht die gesamte Linke antisemitisch. Genauso ist es im Queerfeminismus, es gibt antisemitische Gruppen und Menschen, aber den gesamten Queerfeminismus Antisemitismus anzudichten ist queerfeindlich.
[Fast schon nebenbei geht es auch um die Begriffe Mensch(lichkeit) und Vernunft, da ich mich hier relativ kurz fassen möchte, in ich darauf nicht eingegangen. Ich werde das aber wohl ausserhalb der Reihe einmal allgemeiner nachholen, vielleicht dann auch mit Rückbezug auf diesen Text.]

Zwar gehört zu dem Kapitel noch ein Text über den transradikalen CSD Mainz, den möchte ich aber mit in Teil 5 hineinnehmen um ihn themantisch mit einem anderen Text zusammenzubringen.

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14 Gedanken zu „Kritik an ‚Beissreflexe‘ (Teil 4)

  1. Pingback: Kritik an ‚Beissreflexe‘ (Teil 3) | Kuchen statt Sex

  2. Tante Testa

    Danke für die Mühe, die du dir hier machst! Ich finde Kritik gerade an diesem frühen Punkt des Diskurses sehr wichtig und bedanke mich für die Perspektive, die du hier ausbreitest!
    Allerdings würde ich dir (ganz ernsthaft) anbieten, für dich Korrektur zu lesen.
    Ich glaube, es würde deinen Texten nicht nur auf rein formaler Ebene gut tun, vor Veröffentlichung noch einmal überarbeitet zu werden sondern gerade auf rein inhaltlicher Ebene könnte dies deine ganze Kritik viel verständlicher machen.
    Ich finde es schade, daß viele Stellen rein aufgrund fehlerhafter Orthografie und falscher Syntax einfach kaum noch verständlich sind. Außerdem finde ich es teilweise einfach unangebracht und unprofessionell, daß du so stark wertest, subjektiv schilderst und sogar (Teil 1&2) deine emotionale Befangenheit offen nach außen kehrst.
    Diese beiden angebrachten Kritikpunkte ließen sich leicht vermeiden und ich finde es ärgerlich und schade, daß du dich durch fehlerhaftes Handwerk so dermaßen selbst disqualifizierst!
    Aber lass dich nicht unterkriegen und mach weiter, nur vielleicht etwas präziser, als einfach gerade so. 😉 :-*

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    1. KuchenStattSex Autor

      Keine*r muss meine Texte lesen. Ich bin kein Fan von zwanghaft ‚richtiger‘ Rechtschreibung oder ‚korrekter‘ Grammatik’regeln’anwendung. Ich schreibe so, wie es mir passt. Ich erfülle meine eigene Ansprüche und das reicht mir und ich brauche keine Leute, die meinen Text dann ‚verbessern‘. Auch wenn das vielleicht nett gemeint sein soll, kommt es bei mir nicht so an.
      Es ist mir auch extrem egal ob du oder andere Leute es „unangebracht und unprofessionell“ finden, wenn ich persönliche und emotionale Kommentare mit einfließen lasse. Das Thema ist persönlich. Es betrifft grundlegende Emotionen. Das Buch verletzt. Und es verletzt wahrscheinlich gewollt. Ich werde nicht mich ausklammern nur, damit du oder andere nicht mehr behaupten können ich würde mich „disqualifizieren“.

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      1. Tante Testa

        Ok, schade, daß du dann einen Blog führst, wenn er ja eigentlich nur für dich ist, mir haben deine Texte bisher ganz gut gefallen. Was ich damit meinte war, daß es tendenziell schwierig ist dir zu folgen, aber wenn das gar nicht ein Anspruch ist, so vielen Menschen wie möglich deine Texte und Gedanken zugänglich und nachvollziehbar zu machen, dann würde ich mal sagen, mach genau so weiter … oder kannst du einfach nur nicht gut mit Kritik umgehen oder wie soll ich deine bissige Antwort auf meinen nett gemeinten Kommentar verstehen?

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      2. KuchenStattSex Autor

        Ich werde jetzt nicht vor dir rechtfertigen warum ich entschlossen habe einen Blog zu eröffnen. Wenn du meinem Geschreibsel nicht folgen kannst/möchtest ist das halt so. Ich finde es halt einfach scheiße Leuten ungefragt zu erklären, wie sie ‚besser‘ zu schreiben haben. Wenn ich nach Tipps gefragt hätte, wäre das was anderes gewesen. Aber ich schreibe hier ohne Anspruch und ja, vielleicht ist der Blog auch hauptsächlich für mich. Ich würde ihn nämlich auch weiterführen, wenn ihn kein Mensch lesen würde.
        Ist halt auch ziemlich egal, ob du deinen Kommentar nett meintest, was bei mir ankam war halt vor allem Arroganz und Übergriffigkeit.

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  3. Tante Testa

    Arroganz und Übergriffigkeit sind hier wirklich sehr leichtfertig gewählte Stichworte, die ich dir umgehend selber an den Kopf werfen würde, wenn ich das Bedürfnis hätte, mich hier mit dir anzulegen – aber das hast du bisher schon ganz gut selber erledigt 😉
    Schade, daß du so wenig Wert auf offen und ehrlich formulierte Kritik legst, denn ich kann dir nicht nur folgen, ich möchte es sogar. Aber wenn du so wenig Wert auf fremde, konstruktive Perspektiven legst, solltest du die Kommentarfunktion vielleicht einfach ausschalten, dann macht es auch Sinn, den Blog vorwiegend für dich selber zu führen ❤
    btw – Ich habe dir nie eine Rechtfertigung abverlangt – deine Reaktionsweise spricht Bände!

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    1. KuchenStattSex Autor

      Wesste wat schwier zo verstonn wör? Wenn ech so schriewe wöhd. Donn ech allerdengs nit.
      Schön, dass meine Reaktion Bände spricht. Dein Kommentar kann halt auch anders ankommen, als du beabsichtigst. Ist mir halt auch ziemlich egal ob du es als leichtfertig gewählte Stichworte empfindest. Es kam so bei mir an.
      Wie gesagt ich hasse es anderen Leuten vorzuschreiben, wie und welche Rechtschreib- und Grammatikregeln sie verwenden sollen.

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  4. kasi_

    Zu dem ganzen Privilegien-Ding: Die Privilegien entstehen aus gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen, wie schon in einem früheren Kommentar geschrieben werden diese auch bestehen bleiben, wenn plötzlich keine Herrschenden mehr existierten, es würden einfach andere deren Rolle einnehmen.
    Vor diesem Hintergrund ergibt es für politische Theorie und Praxis keinen Sinn, das Ablegen der Privilegien zu fordern, die im Endeffekt leichteren Zugang zum Reichtum der Gesellschaften ermöglichen.
    Es müsste viel mehr darum gehen, im Sinne reformistischen Bemühungen allen Menschen die gleichen Privilegien zukommen zu lassen, letztendlich aber die gesellschaftlichen Verhältnisse abzuschaffen, die Menschen erst in Privilegierte und weniger Priveligierte spaltet.
    Die Menschen, die Privilegien genießen tun dies ja nicht aus ureigener Bosheit, sondern weil ihnen ihre Privilegien von der Gesellschaft zugeschrieben werden auf Basis von Faktoren, auf die auch die Priveligierten seltener Einfluss haben (ich denke hier vor allem an die Kategorien sex, race und gender, bei class gestaltet sich das ganze etwas anders).
    Ähnlich wie die Forderung nicht sein sollte „Krieg den Palästen“, sondern “ Paläste für alle“, sollte es IMO nicht heißen „Krieg den Privilegierten“, sondern Privilegien für alle“, in letzter Konsequent gilt aber, was ich oben schon sagte: Herrschaftsverhältnisse umstürzen, damit das Konstrukt Privileg aufhört zu existieren.

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      1. KuchenStattSex Autor

        Ja, Leo Fischer plädiert in seinem Text für ‚Privilegien für alle‘. Aber wie ich in im Text schon angesprochen hatte, sehe ich Privilegien als grundsätzlich verbunden mit Unterdrückung. Das heißt aus der Unterdrückung bestimmter Gruppen, aus ihrer Marginalisierung, ihrem Othering, entstehen die Privilegien. Das heißt, dass das schöne Leben für alle Menschen nur erreicht werden kann, wenn entgegen den Privilegien gearbeitet wird, wenn die Unterdrückung angegriffen wird auf der die Privilegien basieren, dann werden am Ende auch die Privilegien verschwinden.

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      2. kasi_

        Stimme dir bei der Entstehung von Privilegien völlig zu. Das ist die Art und Weise wie die Gesellschaft eingerichtet ist, und erst wenn wir sie anders einrichten, werden die Privilegien verschwinden. Wieso mensch dann aber entgegen der Privilegien arbeiten sollte, als sie solidarisch nutzbar zu machen erschließt sich mir nicht im geringsten.
        Die Privilegien basieren zwar auf Unterdrückung, sind aber in einer Welt, die auf Herrschaft und Gewalt fußt eben nicht etwas schlechtes, sondern der nicht-ganz-so-sehr eingeschränkte Zugang zum Reichtum der Gesellschaft. Insofern sollten Privilegien solidarisch nutzbar gemacht werden, anstatt in jedem privilegierten Menschen einen Feind der Freiheit zu sehen. Und in dem Fall, in dem du „entgegen der Privilegien“ arbeiten willst, tust du das anscheinend. Dem Nachsatz mit der Unterdrückung (wobei ich hier Herrschaft für den besseren Begriff halte) stimmt ich wieder zu.

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      3. QueerinderProvinz

        Hey Danke nochmal für deine Mühe!
        Kommt es dann nicht voll darauf an, von was für Privilegien wir reden? Bei manchen fände ich es ganz sinnvoll sie für alle zu fordern. Sei es z.B. nicht einfach täglich dem Risiko ausgesetzt zu werden auf offener Straße von einer*einem Polizist*in erschossen zu werden. Andere müssten natürlich abgeschafft werden. Z.B. die Möglichkeit jegliche feministische Kritik als Überemotional o.ä. abzustreiten oder nach sexualisierter Gewalt keine Konsequenzen zu bekommen, da Victim-blaming funktioniert. Gibt es irgendeine differenzierte Unterteilung von Privilegien oder andere Konzepte die bestimmte wünschenswerte Rechte von herrschaftsreproduzierenden Privilegien trennen?
        Greetz

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  5. Pingback: Kritik an ‚Beissreflexe‘ (Teil 5) | Kuchen statt Sex

  6. J

    Alte*r… wenn ich hier alleine die ersten Kommentare schließen ja schon auf die „Beißreflexe“ des Schreiberlings hier… wie kann man Kritik an der Kritik des Buches anlegen und in der Kommentar Sektion einfach einmal alle „verzerrte“ bestätigen. Gott wirf Hirn vom Himmel.

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